In den 80er Jahren entdeckten Studenten, Dozenten und Absolventen der Abteilung Schauspiel der Hannoverschen Hochschule für Musik und Theater den morbiden Zauber ungenutzter, verwahrloster Hallen im Gelände des UJZ Glocksee (
www.ujz-glocksee.de ) für ihren eigenen Traum vom Theaterspielen: Damals entstanden die „Orestie“, „Antigonae“, „Der Park“, „An der Großen Straße“, „Naga – Märchen aus 1001 Nacht“, „Mr. Pilks Irrenhaus“ ….
1987 wurde der
Förderverein „Theater an der Glocksee e.V.“ gegründet. Er ist bis heute der Rechtsträger des Theaters.
Aus dem Kreis der Gründungs-Enthusiasten taten sich 1989 mehrere professionelle Schauspieler, Schauspielerinnen und zwei Regisseurinnen zusammen, um nach einigen Jahren Berufserfahrung an größeren und kleineren Stadt- und Staatstheatern neue Wege der Theaterarbeit zu erproben:
Cornelia Bothe, Claire Lütcke, Helga Lauenstein, Gesa Badenhorst, Martina van Boxen und Hubertus Hartmann,
Aus dem Archiv
Neue Presse 13. 9. 1990
DURCHBRUCH AN DER GLOCKSEE – Fünf Frauen und ein Mann bereichern Hannovers Theaterszene
Der Anfang war gemacht – es gab einen Raum, eine Rechtsform, ein paar Scheinwerfer, eine Baustellen-Heizung. Die ausgebrannten Fenster waren notdürftig mit Brettern vernagelt, Toiletten nicht vorhanden, Strom- und Wasserleitungen marode – aber es gab eine kühne Idee….
Viele Kollegen bereicherten im Lauf der Jahre das
Ensemble - jede und jeder prägte ein Teil unseres Profils. Viele gingen inzwischen ganz andere Wege, manche kamen und kommen immer wieder mal als „Gast“ – zwei sind bis heute geblieben:
Helga Lauenstein und
Claire Lütcke.