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Die Troerinnen in einerBearbeitung von Walter Jens
Premiere: 8. 4.1992
Regie: Cornelia Bothe
Bühnenbild: Friedolin Benteler
mit Gesa Badenhorst, Michaela Hanser, Hubertus Hartmann, Helga Lauenstein, Claire Lütcke, Peter Meinhardt, Sabine Zeininger
Geräusche: Laurent Simonetti
Krieg. Wir hielten ihn für weit weggerückt. Die Auseinandersetzung mit dem Thema blieb abstrakt. Dann aber kam's Schlag auf Schlag: Der Golfkrieg als Krieg um Macht und Geld, die vielen kleineren und größeren Bürgerkriege um nationale Belange, die Grausamkeit, die nicht haltmacht vor Frauen, Kindern, dieser Haß, der nur vernichten will und verbrannte Erde hinterläßt.Krieg ist wieder machbar.
Euripides hat zum Krieg einen theatralischen Komentar verfaßt, 400 v.Chr., dem wenig hinzuzufügen ist. Frauen als Mitanstifterinnen und Opfer des Geschehens alle verstrickt in ein Netz aus Schuld und Unfähigkeit, den Wahnsinn zu verhindern. In bedrückender Weise wird deutlich, wie sinnlos der Krieg war und dennoch: Es wird, wie die Geschichte gezeigt hat,nicht der letzte gewesen sein.
 Ein Mythos gerät in Bewegung: Im Theater an der Glocksee rückt die Ferne eines antiken Stoffes dem Premierenpublikum in den vollbesetzten Reihen bedrängend nahe...Im Lager der Griechen, das in dieser [...] |
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