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Eine blassblaue Frauenschrift

von Franz Werfel

Premiere am 06. 02. 2004

mit Helga Lauenstein und Willi Schlüter

Regie: Claire Lütcke
Raum: Ulrike Glandorf
Kostüme: Maren Lepping / Kathinka Van Volxem
Licht: Alexander Tripitsis
Fotos: Caroline Otteni


Leon und Amelie sind ein double-income-no-kids Paar: Mit Hilfe von Grapefruit, Sellerierohkost, Kosmetik, Fitnessprogramm, Taktgefühl und Gedankenlosigkeit jung und attraktiv geblieben, gewandt, anerkannt, reich, opportunistisch. Es sind – wenn das auch an keiner Stelle steht – ganz moderne, schicke Nazis.

Nicht aus Überzeugung. Einfach nur so. – Eines morgens liegt ein Brief auf dem Tisch, adressiert an Leon in einer allzu vertrauten und doch lang schon vergessenen blassblauen Frauenschrift. .... es ist eine verratene Liebesgeschichte, eine Geschichte individueller und politischer Feigheit, die Geschichte eines Kindes, das nicht geboren werden durfte. Sie spielt 1936 in Wien – aber sie könnte auch heute spielen.