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Die Lustigen Trolle aus Finnland: Umjubelte „Mumintal“-Premiere Von Karen Metzger Die Mumins sind los, die lustigen Trolle toben durchs Theater an der Glocksee. Hier hatte das [...]
Sturm im Mumintal



von Tove Jansson

Premiere am 26. 11. 2005

Für Kinder und Erwachsene

mit Nadja Bobyleva, Caroline Nagel und Helga Lauenstein

Regie: Claire Lütcke
Musik: Albrecht Husen und Ritchie Staringer
Raum: Ulrike Glandorf
Licht: Alexander Tripitsis
Kostüme: Maren Lepping
Fotos: Caroline Otteni



Sind es Trollwesen oder sind es Menschen wie wir ? Die Mumins. Natürlich sind sie eine Erfindung. Aber jeder kannte sie schon persönlich, bevor er von ihnen las – ja sogar schon bevor sie erfunden wurden.

Groteske und allzu menschliche Trollwesen, verschlafen, verkrampft, verträumt, böse, neidisch, feige, eitel, dickfellig, tollkühn, ruppig und eigensinnig – zum Verlieben unsympathisch.

Und die Mumins selber? Sie erfinden sich auch. Sie sind eigentlich andere, die nur so tun, als wären sie Mumins. Sie leben im ständigen „was-wäre-wenn“. Alles ist jederzeit möglich. Und schon ist es wirklich. Weil es schon vorher da war. Man muss es nur schnell mal eben (er)finden. Oder suchen und was ganz anderes finden.
Die Mumingeschichten sind sehr erwachsene Kindergeschichten – oder sehr kindliche Erwachsenengeschichten.

Im „Sturm im Mumintal“ rettet sich die Mitglieder der Muminfamilie vor einer Flutwelle in ein höchst ungewöhnliches „Rettungsboot“: in ein schwimmendes Theater.
Sie wissen zunächst nicht, was es ist und halten es für ein geräumiges Wohnzimmer, dem eine Wand fehlt.... und dann erfahren sie allmählich manche Irrtümer und viele Wahrheiten über das Theaterleben. Bis hin zur großen Premiere.

Dass sie schließlich aus dem Theater in die Wirklichkeit zurückkehren, ist sicher heilsam. Dass sie aber auch eine Zeit lang dort gelebt haben, sich dorthin vor den Katastrophen des Lebens hatten retten können, wird immer einen verrückten Sehnsuchtsraum offen halten.

Auch und besonders in diesem Projekt wird der rasche und überraschende Figurenwechsel auf offener Bühne, der offensichtliche Mummenschanz, zentraler Bestandteil unserer szenischen Erzählweise sein.