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Newsletter 2. 2010
Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe des Newsletters 2010 des Theaters an der Glocksee!
 
newsletter 2.2010


Für alle, die sich noch an die "lebende Bohnermaschine" erinnern, sie unbedingt wiedersehen möchten oder sie damals verpasst haben - ab September spielen wir wieder unsere Erfolgsproduktion AUGUSTA von Richard Dresser.

Wiederaufnahme-Premiere am 1. September 2010, 20:00 Uhr

Weitere Vorstellungen: 3., 4., 8., 10., 11., 22., 24., 25. und 29. September
1., 2., 6., 8. und 9. Oktober 2010 - Reservierung ab dem 9. August

Wir ahnten es schon damals im April 2008 als AUGUSTA Premiere hatte: Theater kann die Welt nicht retten. Und tatsächlich – im Gefolge der sich zuspitzenden Wirtschafts- und Finanzkrise prägen Lohndumping und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes mehr denn je den Berufsalltag von immer mehr Menschen in aller Welt: Genau in diesem Wirklichkeitsfeld spielt AUGUSTA. Nein, Theater kann die Welt nicht retten, aber es kann den Blick in die Welt schärfen und durch befreiendes Lachen dort eingreifen, wo die ökonomische Depression zur individuellen und sozialen Lähmung führen könnte. Wegen der Krise und gegen die Krise spielen wir erneut dieses unverschämt lebensfrohe, hemmungslos humorvolle Stück.

In der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung war darüber zu lesen:
„…. Das hier ist Gegenwartstheater. Aber nicht nur, weil es von Lohndumping und Unterschichtenarmut handelt, ….. vor allem … ist „Augusta“ eine entwaffnend witzige Komödie. ….Selten bekommt man im Gegenwartstheater so schneidend witzige, sarkastisch geschärfte Dialoge zu hören, Pointen, die so wohlgesetzt sind und so zielgenau ins Schwarze treffen. ..“
Der Rezensent André Mumot schrieb weiter, die Produktion sei „… ein reines Geschenk an das Publikum.… Weil sie so viel Spaß macht, weil sie auf hohem Niveau saukomisch ist. Und weil sie am Schluss das Unerhörte wagt: sie macht glücklich, ob man will oder nicht.“

.AUGUSTA ist eine ebenso realistische wie phantastische Komödie, ein Märchen des 21. Jahrhunderts. Wie „Aschenputtel“ beginnt die Geschichte mitten in der Not – im Mindest- und Dumping-Lohn-Milieu.
„Was haben wir zu verlieren?“ Das fragt die eine Frau die andere nachdem sie sich sowohl gegenseitig als auch gemeinsam in den Dreck der spätkapitalistischen Gesellschaft gestürzt haben - auf Knien – Molly und Claire sind nämlich Putzfrauen und kennen die Welt von ganz unten (da leben sie) bis ganz oben (da putzen sie). Sie müssen froh sein, dass sie diese Jobs haben, von denen sie sich und ihre längst schon in die Asozialität abgestürzten Ehemänner ernähren.
Ihr Chef heißt Jimmy. Er ist neu in der Regionalverwaltung der Putzfirma.
Claire ist auch neu und bekommt als Auszubildende noch nicht einmal den Mindestlohn. Molly kennt das Leben und den Laden schon länger und hat als Teamleiterin die Pflicht und die Macht, Berichte über Claire zu schreiben.
Neben Macht, Pflicht und desillusionierenden Erfahrungen hat Molly auch noch Rücken- und Knieschmerzen. Mit diesem Bündel schlagkräftiger Argumente nötigt sie Claire dazu, widerspruchslos die gröberen Putzarbeiten für sie mit zu übernehmen….

Mit Helga Lauenstein, Laetitia Mazzotti und Christoph Linder
Regie: Claire Lütcke, Musik: Ritchie Staringer,
Kostüme: Maren Lepping, Raum: Ulrike Glandorf
Licht: Alexander Tripitsis und Tim Bärwalde
Fotografie: Oliver Hoffmann